Meine Geschichte

Meine Geschichte

Der Traum

Seit ich in der Grundschule das erste mal auf der Bühne stand und merkte wie man Menschen mit Worten und Gestik zum Weinen oder Lachen bringen kann, reifte der Traum in mir Schauspielerin zu werden. Meine Familie hielt das für Spinnerei und so erlernte ich zähneknirschend aber folgsam einen “richtigen” Beruf.
Insgeheim gab ich meinen Traum von der Bühne nie auf und fuhr ab sofort zweigleisig. Neben meiner regulären Arbeit entdeckte ich den Gesang als perfekte Ausdrucksmöglichkeit für mich, begann eigene Songs zu schreiben und gründete ein vielversprechendes Musikprojekt. Was als Hobby begann weitete sich immer mehr in den professionellen Bereich aus. Mein Traum hauptberuflich auf der Bühne zu stehen war zum Greifen nah. Der Spagat zwischen Job und Berufung wurde jedoch immer anstrengender. Ich ignorierte Warnsignale meines Körpers wie Schwindelanfälle, Tinitusgeräusche, Konzentrationsschwierigkeiten und Abgeschlagenheit.
Ich wollte es schaffen meinen Traum zu verwirklichen. Um jeden Preis.

Die Krise

Wie aus heiterem Himmel musste das Musikprojekt durch eine Verkettung unglücklicher Umstände auf Eis gelegt werden.
Alles wofür ich jahrelang gekämpft hatte, zerrann mir zwischen den Fingern.
Das zog mir den Boden unter den Füßen weg und ich fiel in ein schwarzes, tiefes Loch. Wo vorher eine goldene Zukunft mit spannenden und inspirierenden Projekten prangte, war nichts mehr als Leere. Mein Lebenstraum war geplatzt. Ich schaute in den Spiegel und wusste nicht mehr wer ich bin und wofür es sich lohnt zu leben.

Die Suche

Damit begann eine lange, schmerzhafte aber auch spannende und heilsame Suche nach mir selbst.
Ich zog mich einige Monate von meinem Umfeld zurück und beschäftigte mich intensiv mit der Frage nach dem Sinn meines Lebens. Ich öffnete mich spirituellen Themen wie Selbstliebe, dem Gesetz der Resonanz, Achtsamkeit, Glaubenssätzen etc. Nach und nach wurde mir klar, dass ich die Symptome eines Burnouts viel zu lange ignoriert hatte und dass das Schicksal für mich die Notbremse gezogen hat. Schritt für Schritt fand ich den Weg zu meinem wahren Ich und den Weg in meine Kraft zurück.

Mit der Zeit traf ich immer mehr Menschen, denen es ähnlich ging wie mir. Menschen, die ihr bisheriges Leben infrage stellten oder merkten, dass sie so, wie sie bisher gelebt hatten, jetzt nicht mehr weiter kommen.
Dadurch keimte der Wunsch in mir auf, meine Erfahrung weiterzugeben.

Der Weg

Nachdem ich immer wieder an den Punkt kam, an dem meine Berufung mit meinem Beruf kollidierte, fasste ich einen Entschluss:

Ich kündigte spontan Wohnung und Job und startete eine Wanderung durch Deutschland.
Finanzieren wollte ich mir meinen Lebensunterhalt mit kleinen KonzertVorträgen in denen ich von meinen Erfahrungen erzähle.

Was bietet mir das Leben, wenn ich mich darauf einlasse, ohne es groß zu planen?

Ist die Gastfreundschaft in Deutschland groß genug, um auf teure Übernachtungen verzichten zu können?

Gibt es genügend spontane Auftrittsmöglichkeiten, um davon leben zu können?

Wieviel Luxus brauche ich, um glücklich zu sein?

Mit diesen Fragen im Rucksack startete ich am 01.Januar 2020 in eine ungewisse, aber freiheitsversprechende Zukunft.

Ein halbes Jahr hatte ich für die Wanderung eingeplant – nach knapp 3 Monaten musste ich sie wegen der Virus-Pandemie erst einmal beenden.

Doch schon in diesen wenigen Wochen lernte ich, dass sich immer ein Weg findet, wenn man an sich glaubt und auf die innere Stimme hört.

Ich habe gelernt, dass es sich lohnt seinen eigenen Weg zu gehen – egal, was andere dazu sagen.

Ich bin davon überzeugt, dass jeder Mensch auf dieser Welt seine ganz besondere Bestimmung hat.

Ich bin auch davon überzeugt, dass wir nur dann wirklich glücklich sein können, wenn wir diese Bestimmung leben und lernen sie anzunehmen.